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Übereinkommen über Kindesentführungen und den Schutz von Kindern

Eine Delegation des SSI reist nach Den Haag

Vom 25. bis 28. Januar nahm eine Delegation des SSI Schweiz in Den Haag (Niederlande) mit weiteren Mitgliedern des SSI-Netzwerkes an der „Spezialkommission von Januar 2012 zur praktischen Handhabung der Übereinkommen über Kindesentführungen (1980) und den Schutz von Kindern (1996)“ teil.

Ziel dieses Treffens war eine verbesserte Umsetzung des Übereinkommens über Kindesentführungen und damit ein besserer Schutz der Interessen der betroffenen Kinder. Der SSI unterstrich dabei die Bedeutung der Mediation und erklärte, wie wichtig die Zusammenarbeit auch mit denjenigen Staaten sei, die dem Übereinkommen nicht beigetreten sind („Malta-Prozess“). Ausserdem setzte er sich für die weltweite Harmonisierung der Bewilligungsverfahren für einen Umzug ins Ausland ein („relocation procedures“).

Trotz der vom SSI und einigen Mitgliedstaaten (darunter auch die Schweiz) präsentierten Verbesserungsvorschläge beharren einige Länder auf einer traditionellen und strikten Anwendung des Übereinkommens, bei welcher das Interesse der entführten Kinder leider nur wenig berücksichtigt wird. Dank seiner bedeutenden Delegation mit Vertretern aus vier Branchen und dem Generalsekretariat sorgte der SSI jedoch für eine bessere Visibilität des SSI-Netzwerkes wie auch unserer kindzentrierten Mediationsverfahren.